Ratgeber

Schädlings-Lexikon

Welcher Schädling ist es – und wie dringend ist die Lage? Dieser kompakte Ratgeber hilft Ihnen, einen Befall zu erkennen, das Risiko richtig einzuordnen und zu entscheiden, wann ein Fachbetrieb übernehmen sollte.

Hinweis: Dieses Lexikon ist ein allgemeiner Ratgeber und ersetzt keine Vor-Ort-Begutachtung. Jeder Befall ist anders – Art, Ausmaß und die richtige Vorgehensweise lassen sich erst vor Ort verlässlich beurteilen.
Nagetiere

Ratten

Wanderratte (Rattus norvegicus), Hausratte (Rattus rattus)

So erkennen Sie den Befall

Typisch sind spindelförmige, etwa 1–2 cm lange Kotspuren, Nagespuren an Kabeln, Holz und Verpackungen sowie Schmierspuren entlang von Laufwegen. Nachts sind oft Kratz- und Scharrgeräusche in Wänden, Kellern oder Zwischendecken zu hören.

Warum handeln?

Ratten können Krankheitserreger wie Salmonellen oder Leptospiren übertragen und kontaminieren Lebensmittel und Oberflächen. Zudem verursachen sie Sachschäden an Leitungen, Dämmmaterial und Bausubstanz – angenagte Stromkabel sind ein Brandrisiko. Ein Befall ist in vielen Kommunen meldepflichtig.

Das können Sie selbst tun

Lagern Sie Lebensmittel und Abfälle verschlossen, entfernen Sie Tierfutterreste und verschließen Sie erkennbare Zugänge wie Spalten und defekte Kellerfenster. Werfen Sie keine Essensreste in die Toilette, da dies Ratten in die Kanalisation lockt.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Spätestens wenn Sie Tiere am Tag sehen oder frischen Kot an mehreren Stellen finden, deutet das auf eine größere Population hin. Rodentizide unterliegen strengen Auflagen und gehören in fachkundige Hände – ein Fachbetrieb bekämpft systematisch und dokumentiert den Erfolg.

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Nagetiere

Mäuse

Hausmaus (Mus musculus)

So erkennen Sie den Befall

Hinweise sind kleine, reiskorngroße Kotspuren, angenagte Verpackungen, ein süßlich-muffiger Geruch und Raschelgeräusche hinter Schränken oder in Hohlräumen. Mäuse sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv.

Warum handeln?

Mäuse verunreinigen Vorräte mit Kot und Urin und können Erreger wie Salmonellen oder Hantaviren verbreiten. Sie vermehren sich sehr schnell – aus wenigen Tieren wird ohne Gegenmaßnahmen binnen Wochen eine Population.

Das können Sie selbst tun

Bewahren Sie Lebensmittel in dicht schließenden Behältern auf und beseitigen Sie Krümel und offene Abfälle konsequent. Dichten Sie Spalten ab – Mäuse passen bereits durch Öffnungen von etwa einem halben Zentimeter. Schlagfallen können bei einzelnen Tieren helfen.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Wenn Fallen über mehrere Tage keinen Erfolg bringen oder Kot an immer neuen Stellen auftaucht, ist der Befall meist größer als sichtbar. Ein Fachbetrieb lokalisiert Laufwege und Nester und setzt zugelassene Mittel gezielt und sicher ein.

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Insekten

Wespen

u. a. Deutsche Wespe (Vespula germanica), Gemeine Wespe (Vespula vulgaris)

So erkennen Sie den Befall

Ein stetiger An- und Abflug an einer Stelle – etwa am Rollladenkasten, Dachüberstand oder in der Hauswand – deutet auf ein Nest hin. Im Sommer wächst die Aktivität deutlich; das Nest selbst ist oft nicht direkt sichtbar.

Warum handeln?

Wespennester in unmittelbarer Nähe von Eingängen, Terrassen oder Kinderzimmern bergen ein Stichrisiko, das für Allergiker ernst werden kann. Wespen stehen jedoch unter allgemeinem Schutz – ein Nest darf nicht ohne vernünftigen Grund zerstört werden.

Das können Sie selbst tun

Halten Sie mindestens zwei bis drei Meter Abstand zum Nest und vermeiden Sie hektische Bewegungen und Erschütterungen. Decken Sie Speisen und Getränke im Freien ab und halten Sie Fliegengitter geschlossen. Versuchen Sie keinesfalls, das Nest selbst zu entfernen oder abzubrennen.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Sobald ein Nest an einem kritischen Ort sitzt oder Bewohner gefährdet sind, sollte ein Fachbetrieb die Lage beurteilen. Je nach Art und Standort wird das Nest fachgerecht umgesiedelt oder – wo rechtlich zulässig – entfernt.

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Insekten

Kakerlaken (Schaben)

u. a. Deutsche Schabe (Blattella germanica), Orientalische Schabe (Blatta orientalis)

So erkennen Sie den Befall

Schaben sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in warmen, feuchten Ritzen – etwa hinter Küchengeräten. Hinweise sind kaffeesatzartiger Kot, Eipakete (Ootheken), Häutungsreste und ein süßlich-modriger Geruch. Tiere am Tag sind ein Zeichen für starken Befall.

Warum handeln?

Schaben können Krankheitserreger wie Salmonellen verschleppen und Lebensmittel kontaminieren; ihre Ausscheidungen können zudem Allergien und Asthma begünstigen. Ein Befall verschwindet nicht von selbst und breitet sich in Mehrfamilienhäusern leicht auf Nachbarwohnungen aus.

Das können Sie selbst tun

Beseitigen Sie Essensreste und stehendes Wasser, lagern Sie Vorräte dicht verschlossen und kontrollieren Sie eingebrachte Kartons und Geräte. Klebefallen helfen, den Befall zu lokalisieren und einzuschätzen – zur Bekämpfung reichen sie in der Regel nicht aus.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Bei Schaben grundsätzlich früh: Frei verkäufliche Sprays erreichen die Verstecke meist nicht und können die Tiere lediglich vertreiben. Ein Fachbetrieb arbeitet mit Gelköderverfahren und Nachkontrollen, bis der Befall nachweislich getilgt ist.

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Insekten

Bettwanzen

Cimex lectularius

So erkennen Sie den Befall

Typisch sind juckende Stiche, die oft in Reihen oder Gruppen („Wanzenstraße“) auftreten, sowie kleine schwarze Kotpunkte an Matratzennähten, Bettgestell und Sockelleisten. Die etwa 4–6 mm großen, flachen Tiere verstecken sich tagsüber in Ritzen nahe der Schlafstelle.

Warum handeln?

Bettwanzen übertragen nach heutigem Kenntnisstand keine Krankheiten, die Stiche können jedoch starke Hautreaktionen auslösen und der Befall belastet Schlaf und Wohlbefinden erheblich. Unbehandelt breiten sich die Tiere auf weitere Räume und angrenzende Wohnungen aus.

Das können Sie selbst tun

Waschen Sie Bettwäsche und Kleidung bei mindestens 60 °C oder frieren Sie empfindliche Textilien mehrere Tage ein. Saugen Sie Matratze und Bettumfeld gründlich ab und entsorgen Sie den Beutel sofort verschlossen. Stellen Sie keine Möbel um – das verschleppt den Befall.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Bettwanzen gelten als einer der am schwersten selbst bekämpfbaren Schädlinge – Hausmittel und frei verkäufliche Sprays führen fast nie zur Tilgung. Ein Fachbetrieb kombiniert gezielte Verfahren mit Nachkontrollen, bis auch versteckte Eier und Larven erfasst sind.

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Insekten

Ameisen

u. a. Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger), Pharaoameise (Monomorium pharaonis)

So erkennen Sie den Befall

Sichtbare Ameisenstraßen in Küche oder Vorratsraum sind das deutlichste Zeichen. Häufig führen die Laufwege durch Fugen, Fensterrahmen oder Sockelleisten von einem Nest im Außenbereich ins Haus; bei Nestern im Gebäude finden sich teils kleine Häufchen aus Holz- oder Dämmmaterial.

Warum handeln?

Ameisen verunreinigen Lebensmittel und können Keime verschleppen; einige Arten wie die Pharaoameise sind hygienisch besonders relevant. Nisten Ameisen im Mauerwerk oder unter Bodenbelägen, sind über die Zeit auch Substanzschäden möglich.

Das können Sie selbst tun

Lagern Sie insbesondere Süßes dicht verschlossen, wischen Sie Laufwege mit Essigwasser ab und dichten Sie Eintrittsstellen ab. Köderdosen aus dem Handel können bei kleinem Befall durch Wegameisen ausreichen.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Wenn die Straßen trotz Ködern bestehen bleiben, das Nest im Gebäude liegt oder Verdacht auf Pharaoameisen besteht, sollte ein Fachbetrieb übernehmen. Falsche Mittel können manche Kolonien zur Teilung anregen und den Befall verschlimmern.

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Insekten

Motten

Lebensmittelmotten (u. a. Plodia interpunctella), Kleidermotte (Tineola bisselliella)

So erkennen Sie den Befall

Lebensmittelmotten verraten sich durch Gespinste und kleine Raupen in Mehl, Müsli, Nüssen oder Tierfutter sowie durch flatternde Falter in der Küche. Kleidermotten hinterlassen Löcher und Gespinströhren in Wolle, Pelz und anderen tierischen Fasern.

Warum handeln?

Befallene Lebensmittel sind durch Gespinste, Kot und mögliche Schimmelbildung nicht mehr genusstauglich. Kleidermotten zerstören Textilien, Teppiche und Polster – der Schaden wächst, solange Larven Nahrung finden.

Das können Sie selbst tun

Entsorgen Sie befallene Vorräte vollständig, reinigen Sie Schränke gründlich inklusive Bohrlöchern und Ritzen und lagern Sie Neues in dichten Behältern. Pheromonfallen zeigen die Befallsstärke an; bei Kleidermotten helfen Waschen, Hitze oder Einfrieren der Textilien.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Kehren die Motten trotz Reinigung und Fallen über Wochen zurück, sitzt die Quelle oft versteckt – etwa in Zwischendecken, unter Teppichen oder im Vogelnest am Haus. Ein Fachbetrieb findet die Quelle und kann auch biologische Verfahren wie Schlupfwespen einsetzen.

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Wildtiere

Marder

Steinmarder (Martes foina)

So erkennen Sie den Befall

Poltern, Trippeln und Kratzen auf dem Dachboden – vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden – sind das klassische Anzeichen. Dazu kommen Kotfunde, Beutereste, zerwühlte Dämmung und am Auto angebissene Kabel und Schläuche.

Warum handeln?

Marder beschädigen Dämmmaterial und Unterspannbahnen, was Wärmeverluste und Feuchteschäden nach sich ziehen kann; Kot und Urin führen zu Geruchsbelastung. Wichtig: Der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht und darf nicht einfach gefangen oder getötet werden.

Das können Sie selbst tun

Suchen Sie nach Einstiegen am Dach – Marder klettern hervorragend und nutzen Bäume, Fallrohre und Spaliere. Lärm- und Duftmittel vertreiben die Tiere meist nur kurzfristig, da sie ortstreu sind und wiederkommen.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Eine dauerhafte Lösung ist die fachgerechte Vergrämung mit anschließendem Verschluss aller Einstiege – zum richtigen Zeitpunkt, damit keine Jungtiere eingeschlossen werden. Auf unsere Mardervergrämung erhalten Sie 2 Jahre Garantie.

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Wildtiere

Tauben

Stadttaube (Columba livia f. domestica)

So erkennen Sie den Befall

Regelmäßig sitzende oder nistende Tauben auf Simsen, Balkonen und Dachvorsprüngen, dazu Kotverschmutzungen, Federn und Nistmaterial. Gurren am frühen Morgen und immer wiederkehrende Tiere deuten auf einen etablierten Sitz- oder Nistplatz hin.

Warum handeln?

Taubenkot ist aggressiv und greift Fassaden, Metall und Stein an; in Nestern und Kot können sich zudem Parasiten wie Taubenzecken und Krankheitserreger befinden. Je länger ein Platz etabliert ist, desto schwieriger wird die Vergrämung.

Das können Sie selbst tun

Füttern Sie Tauben nicht und entfernen Sie Nistansätze frühzeitig, sofern sich keine Eier oder Jungtiere darin befinden. Glänzende oder bewegliche Objekte schrecken nur kurz – Tauben gewöhnen sich schnell daran.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Bei etablierten Nist- und Sitzplätzen helfen dauerhaft nur fachgerecht montierte Abwehrsysteme wie Spikes, Netze oder Spanndrähte – tierschutzkonform und passend zum Gebäude. Auch die hygienische Entfernung von Kot und Nestern gehört in fachkundige Hände.

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Parasiten

Flöhe

meist Katzenfloh (Ctenocephalides felis)

So erkennen Sie den Befall

Kleine, stark juckende Stiche – oft mehrere in Reihe an Knöcheln und Unterschenkeln – sowie sich kratzende Haustiere sind typische Hinweise. Im Fell findet sich Flohkot: dunkle Krümel, die sich auf feuchtem Papier rötlich verfärben.

Warum handeln?

Flohstiche können Hautentzündungen und allergische Reaktionen auslösen; Flöhe können zudem den Gurkenkernbandwurm auf Haustiere übertragen. Der Großteil der Population – Eier, Larven, Puppen – sitzt unsichtbar in Teppichen, Ritzen und Polstern.

Das können Sie selbst tun

Behandeln Sie Haustiere mit geeigneten Mitteln vom Tierarzt und waschen Sie Decken und Liegeplätze bei mindestens 60 °C. Saugen Sie täglich gründlich, besonders Teppiche, Polster und Ritzen, und entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel sofort.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Treten trotz Tierbehandlung und Reinigung nach zwei bis drei Wochen weiter Stiche auf, hat sich der Befall in der Wohnung etabliert. Ein Fachbetrieb behandelt die Entwicklungsstadien in allen Verstecken – das ist mit Haushaltsmitteln kaum zu erreichen.

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Insekten

Silberfische

Lepisma saccharinum

So erkennen Sie den Befall

Die silbrig glänzenden, flügellosen Insekten huschen nachts über Böden in Bad, Küche oder Keller und verschwinden bei Licht blitzschnell in Fugen und Ritzen. Einzelne Tiere sind normal – häufige Sichtungen deuten auf feuchte Verstecke und Nahrungsquellen hin.

Warum handeln?

Silberfische sind gesundheitlich unbedenklich, können bei starkem Auftreten aber Papier, Tapeten und stärkehaltige Materialien anfressen. Vor allem sind sie ein Indikator: Eine dauerhaft hohe Zahl weist oft auf zu hohe Feuchtigkeit oder sogar Schimmelprobleme hin.

Das können Sie selbst tun

Lüften Sie Bad und Küche konsequent, beheben Sie Feuchtequellen wie tropfende Leitungen und verfugen Sie offene Ritzen. Klebefallen reduzieren den Bestand und zeigen, wo die Tiere herkommen.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Wenn trotz Lüften und Abdichten dauerhaft viele Tiere auftreten, sollte die Ursache geklärt werden – etwa verdeckte Feuchtigkeit im Mauerwerk. Ein Fachbetrieb grenzt die Befallsherde ein und bekämpft gezielt, statt nur Symptome zu behandeln.

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Insekten

Papierfischchen

Ctenolepisma longicaudatum

So erkennen Sie den Befall

Papierfischchen ähneln Silberfischen, sind aber größer, eher grau und haben auffallend lange Fühler und Schwanzanhänge. Anders als Silberfische brauchen sie keine hohe Luftfeuchtigkeit und tauchen daher auch in trockenen Wohn- und Büroräumen auf, oft eingeschleppt über Kartons.

Warum handeln?

Papierfischchen fressen an Papier, Büchern, Dokumenten, Fotos und Tapeten und können dadurch erhebliche Schäden an Unterlagen und Archivgut anrichten. Sie vermehren sich zwar langsam, sind dafür aber langlebig und ohne gezielte Bekämpfung sehr hartnäckig.

Das können Sie selbst tun

Kontrollieren Sie eingehende Kartonlieferungen und entsorgen Sie Verpackungen zügig. Lagern Sie wichtige Dokumente in dicht schließenden Kunststoffboxen statt in offenen Kartons und stellen Sie Klebefallen zur Befallskontrolle auf.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Da sich Papierfischchen im ganzen Gebäude verteilen und in Ritzen, Hohlräumen und hinter Sockelleisten verstecken, ist eine Tilgung in Eigenregie selten erfolgreich. Ein Fachbetrieb arbeitet mit gezielten Köderverfahren und systematischer Nachkontrolle.

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Insekten

Fliegen

u. a. Stubenfliege (Musca domestica), Frucht- und Schmeißfliegen

So erkennen Sie den Befall

Einzelne Fliegen im Sommer sind normal – auffällig wird es, wenn dauerhaft viele Tiere in bestimmten Räumen auftreten. Massenhaft Fruchtfliegen deuten auf gärendes Obst oder verschmutzte Abflüsse hin, viele Schmeißfliegen auf eine verborgene Quelle wie ein totes Tier oder verdorbene organische Reste.

Warum handeln?

Fliegen wechseln zwischen Abfall, Kot und Lebensmitteln und können dabei Keime wie Salmonellen mechanisch übertragen. In Küchen, Gastronomie und Lebensmittelbetrieben ist eine konsequente Fliegenabwehr daher Teil der Grundhygiene.

Das können Sie selbst tun

Decken Sie Lebensmittel ab, leeren Sie Biomüll häufig, reinigen Sie Abflüsse und lagern Sie Obst kühl. Fliegengitter an Fenstern und Essigfallen gegen Fruchtfliegen reduzieren den Druck deutlich.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Wenn trotz Hygiene dauerhaft viele Fliegen auftreten, sollte die Brutquelle gesucht werden – etwa ein Kadaver im Hohlraum oder ein defektes Abwasserrohr. Für Betriebe sind professionelle Monitoring- und Abwehrkonzepte nach DIN EN 16636 sinnvoll.

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Vorratsschädlinge

Käfer (Vorratsschädlinge)

u. a. Brotkäfer (Stegobium paniceum), Reismehlkäfer (Tribolium spp.), Kornkäfer (Sitophilus granarius)

So erkennen Sie den Befall

Kleine Käfer oder Larven in Mehl, Getreide, Gewürzen, Trockenfrüchten oder Tierfutter sowie Bohrlöcher in Verpackungen sind eindeutige Zeichen. Auch Käfer, die wiederholt an Fensterbänken oder in Vorratsschränken auftauchen, weisen auf eine befallene Quelle hin.

Warum handeln?

Befallene Vorräte sind durch Fraß, Kot und Stoffwechselprodukte verdorben und können Schimmelbildung begünstigen. Von einer einzigen übersehenen Packung aus befallen die Käfer nach und nach den gesamten Vorratsbestand.

Das können Sie selbst tun

Kontrollieren Sie alle Vorräte – auch ungeöffnete Packungen – und entsorgen Sie Befallenes verschlossen im Hausmüll. Saugen Sie Schränke gründlich aus, wischen Sie sie feucht nach und füllen Sie Vorräte künftig in dicht schließende Gläser oder Dosen um.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Taucht der Befall trotz Komplettreinigung wieder auf, sitzt die Quelle oft versteckt – etwa verschüttetes Schüttgut in Ritzen oder Hohlräumen. Ein Fachbetrieb bestimmt die Art exakt und leitet daraus die passende Bekämpfungsstrategie ab; in Betrieben ist das Teil des HACCP-konformen Schädlingsmanagements.

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Gesundheitsschädling

Eichenprozessionsspinner

Thaumetopoea processionea

So erkennen Sie den Befall

Ab dem Frühjahr fallen an Eichen behaarte Raupen auf, die in charakteristischen „Prozessionen“ hintereinander wandern, sowie weiße, gespinstartige Nester an Stamm und Astgabeln. Befallene Bäume zeigen teils deutlichen Blattfraß.

Warum handeln?

Die feinen Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift und können Hautausschläge, Augenreizungen und Atemwegsbeschwerden auslösen – auch ohne direkten Kontakt, da die Haare vom Wind verweht werden. Alte Nester bleiben jahrelang gefährlich, weil die Haare wirksam bleiben.

Das können Sie selbst tun

Meiden Sie befallene Bäume und deren Umfeld, halten Sie Kinder und Haustiere fern und verzichten Sie darauf, Nester zu berühren oder abzuspritzen. Bei Hautkontakt: Kleidung wechseln, duschen und bei stärkeren Reaktionen ärztlichen Rat einholen.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Die Entfernung der Nester ist grundsätzlich Sache von Fachleuten mit Schutzausrüstung und Spezialtechnik – Eigenversuche setzen große Mengen Brennhaare frei. An Kitas, Schulen, Spielplätzen und stark frequentierten Wegen sollte schnell gehandelt werden.

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Unsicher?

Unbekannter Schädling?

Wenn Sie nicht wissen, womit Sie es zu tun haben

So erkennen Sie den Befall

Manchmal gibt es nur indirekte Hinweise: Geräusche in der Wand, unklare Kotspuren, Stiche unbekannter Herkunft oder Fraßschäden ohne sichtbaren Verursacher. Notieren Sie, wo und wann die Auffälligkeiten auftreten – das hilft bei der Bestimmung erheblich.

Warum handeln?

Die richtige Bekämpfung hängt immer von der exakten Art ab – ein Mittel gegen den falschen Schädling kostet Zeit und kann den Befall sogar verfestigen. Eine frühe, korrekte Bestimmung hält Aufwand und Schaden klein.

Das können Sie selbst tun

Fotografieren Sie Tiere, Kot oder Fraßspuren möglichst scharf und mit Größenvergleich (z. B. einer Münze). Fangen Sie ein einzelnes Tier nach Möglichkeit in einem verschlossenen Glas – aber fassen Sie behaarte Raupen und stechende Insekten nicht an.

Wann sollte der Profi übernehmen?

Im Zweifel sofort: Schicken Sie uns Ihre Fotos einfach per WhatsApp oder E-Mail – wir ordnen den Befall ein und sagen Ihnen ehrlich, ob überhaupt Handlungsbedarf besteht. Unsere Auftragsannahme ist rund um die Uhr erreichbar.

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